Heinz Brinkmann – Regisseur

Rubrik: Sportgeschichte




2017/18: Ulli Wegner – Der Film



Link:
http://www.ulli-wegner-film.de/
Pressemappe zum Download

Ulli Wegner Ausstellung in Gera – Eröffung im April 2018 – Mit Virtual Reality Erlebniswelt


Unter anderem kann man hier in einer virtuellen Box-Welt die Trainer-Legende hautnah erleben, um Ulli Wegner herumlaufen und persönlich wahrnehmen, wie er seine Boxer zu Weltmeistern formt und coacht.
Uli Wegner bei den Filmaufnahmen für die Virtuelle Box.



Trailer zum Film









2013: Fallwurf Böhme - die wundersamen Wege eines Linkshänders







Der Film mit dem Untertitel „Die wundersame Geschichte eines Linkshänders“ erzählt die Geschichte des Handballers Wolfgang Böhme, Kapitän der DDR-Auswahl, der 1980 kurz vor den Olympischen Spielen in Moskau aus der Mannschaft fliegt. Ein Schicksal nimmt seinen Lauf. Der Film sucht nach Hintergründen dieses Willküraktes des DDR-Handballs. Wolfgangs Mannschaftskameraden Klaus Langhoff und Wieland Schmidt kommen zu Wort. Und auch die damaligen bundesrepublikanischen Gegenspieler: Vlado Stenzel, Kurt Kühspies, Heiner Brand. Mit Fernseh-Dokumenten der deutsch-deutschen Handball-Schlachten, über Wolfgangs Tagebücher, den Stasi-Akten bis hin zum DEFA-Streifen „Die Jagd nach dem Stiefel“, in dem die Zwillinge als Kinder eine Hauptrolle spielten, versucht der Film jenseits herkömmlicher Schuldzuweisungen differenzierte Einblicke zu ermöglichen und vermittelt eine Charakterstudie staunenswerter Brüderlichkeit.




Der Kinotrailer auf youtube




Kritiken


Kino-Zeit.de bezeichnet FALLWURF BÖHME, der den Untertitel „Die wundersamen Wege eines Linkshänders“ trägt, als
ein in die politische Historie eingebettetes, sehr persönliches Porträt eines Mannes, der Opfer eines repressiven Systems wurde und seine Resignation durch seine positive Lebenshaltung überwunden hat.

Und die
taz schreibt zu FALLWURF BÖHME:
Es wird auch aus Stasi-Überwachungsprotokollen zitiert und davon erzählt, wie selbstverständlich es für Böhme und seine Teamkollegen war, leistungssteigernde Medikamente zu nehmen. Auf Turnieren feierte er mit Kollegen aus dem Westen, lehnte Abwerbeversuche zwar ab, war aber in Gesprächen und Briefen sehr offen. Ein Satz wie „Ich konnte mir nicht vorstellen, dass meine Briefe von denen gelesen wurden“ zeigt, wie naiv Böhmes Vorstellungen von den Verhältnissen in seinem Heimatland waren.

Links


Basis-Film Verleih Berlin: https://basisfilm.de/portal/2015/07/08/fallwurf-boehme-der-kinotrailer
Basis-Film Verleih Berlin: https://basisfilm.de/portal/2016/04/20/fallwurf-boehme-auf-dvd-erschienen
Filmbuero-mv.de:
http://www.filmbuero-mv.de/de/filmfoerderung/gefoerderte_produktionen/fallwurf_boehme1



2008: Sechs Tage – Sechs Nächte. 100 Jahre Berliner Sechstagerennen





Gerhard Haupt :
Die elliptische Tretmühle
Dieser Tage bekam ich einen rasanten Dokumentarfilm zu sehen. Titel: »Sechs Tage - Sechs Nächte. 100 Jahre Berliner Sechs-Tage-Rennen«. Der Film - Buch und Regie Heinz Brinkmann - ist im Jubiläumsjahr 2009 im RBB gesendet worden. Natürlich ist dieses Thema nicht zu behandeln ohne Egon Erwin Kisch. Seine Reportage »Die elliptische Tretmühle« ist der Klassiker unter allen Texten über die Matadoren auf den ovalen Holzplanken: »Sechs Tage, sechs Nächte lang streben sie vorwärts, aber sie sind immer auf demselben Fleck...« Auch Brinkmann, der Mann aus Heringsdorf an der Ostseeküste, wo ich ihn kennen gelernt habe, zitiert selbstverständlich Kisch. Sein Film hat mich daran erinnert, dass ich kurz zuvor von einem in Tokio lebenden britischen Journalisten eine E-Mail erhalten habe, die sich ebenfalls ums Sechstagerennen und Kischs »Elliptische Tretmühle« drehte. Der Kollege schrieb für ein britisches Blatt einen Beitrag über das berühmte Berliner Radrennen und fragte an, ob ich ihm mitteilen könne, wann Kisch für »Die elliptische Tretmühle« recherchiert habe und wo die Reportage erstmals veröffentlicht worden sei. Ich konnte ihm helfen: 1923 war Kisch dabei, zur 10. Auflage des Rennens; und erschienen ist die Reportage erstmals in dem Buch Der rasende Reporter im Verlag von Erich Reiss, Berlin, 1925 - es war jedoch schon Ende 1924 zum Weihnachtsgeschäft im Buchhandel. Ich wiederum habe aus Brinkmanns Film auch Neues erfahren: Nämlich, dass 1923 der legendäre »Sportpalastwalzer« Premiere hatte. Als »Wiener Praterleben« ist er 1892 von Siegfried Translateur komponiert worden. Der Mann in Tokio hatte mir übrigens noch mitgeteilt, dass er Kischs Text erstmals in dem Buch Aus dem Café Größenwahn gelesen habe, dass 2013 im Verlag Klaus Wagenbach erschienen ist. So rollt, wie man sieht, die »Elliptische Tretmühle« rund um die Welt.